FITNESSCENTER OLYMPIASCHWIMMHALLE

Das Fitnesscenter befindet sich in einem Gebäude, das durch die Olympischen Spiele 1972 weltbekannt ist und durch seine außergewöhnliche Spanndachkonstruktion als Architekturikone internationalen Rang besitzt.

Dieser Bedeutung wurde auch durch Eintragung in die Denkmalliste Rechnung getragen. Die Untergeschosse sind geprägt von großen Sichtbetonoberflächen und monolithischen Bauteilen, dazu große Fundamentblöcke, die die Abspannungen des Daches aufnehmen. Eine kräftige, frische Farbigkeit kennzeichnet die Wandflächen, die dem Farbkonzept der „Regenbogenspiele“ von Otl Aicher zur Olympiade 1972 entstammt.

Eine Planung innerhalb eines Bauwerks dieser Bedeutung erfordert ein hohes Maß an Sensibilität im Umgang mit dem Bestand. Das Münchener Architekturbüro planplus orientierte sich dabei an der vorhandenen Gestaltung: Das neue Fitnesscenter greift die monolithische Formensprache der Innenräume in seiner Architektur auf, und durch die Freilegung der großen Fundamentblöcke mit den Abspannseilen in der Decke wird das Tragsystem des Olympiadaches im Innenraum für die Besucher erlebbar. In der Möblierung spiegelt sich die kubische Form der vorhandenen Bauteile wider, die aus blockartigen Einzelelementen besteht. Die hellgrüne Akustikwand, die als Rückgrat in der oberen Ebene Cardio, Kraftraum und Spinning in Form einer Erschließungsachse miteinander verbindet, zitiert in ihrer Materialität die weitläufigen Grünflächen des darüber gelegenen Olympiaparks, während die blauen Oberflächen der Lounge, die mit dem Laminat-Boden „Pixel Blue“ auf Boden- und Wandflächen realisiert wurden, an die Wasserflächen des Olympiasees erinnern sollen.